Manche Dinge verlieren besonders dann, wenn man das positive Gegenstück dazu trifft. Mein aktuelles Beispiel: Bremen und Oldenburg. In Oldenburg hab ich drei grandiose Jahre verbracht…vielleicht die beste Zeit bis jetzt. Und natürlich würde es heute nicht dasselbe sein, wenn ich wieder hinziehen würde. Die Menschen fehlen, kein Katerfrühstück in der Mensa nach dem dienstäglichen Saufgelage in der Pinte (Becks 80 Cent) mit eben diesen Freunden, die auch alle weggezogen sind. Die Menschen machen doch die Orte zu dem, was wir mit ihnen verbinden.
Am Sonntag bin ich also nach den Feiertagen in der Heimat wieder nach Bremen. Das Gefühl war eher resignierendes Hinnehmen. Wobei ein Teil auch her wollte, denn natürlich ist es in der WG ganz wunderbar und es gibt auch genug Arbeit hier momentan. Anschließend haben wir noch Freunde in Oldenburg besucht. Und alleine die Namen auf den Autobahnschildern “Wechloy”, “Kreyenbrück”, “Donnerschwee” und dieses wohlig warme Gefühl kommt sofort wieder. Ich liebe diese Stadt einfach. Die vielen kleinen Kneipen, Bars und Diskotheken in der Innenstadt, den Lambertimarkt im Winter, den kleinen Campus und die alte Mensa.
Als ich anschließend in Bremen blieb…hab ich erneut gemerkt, dass ich wir keine Freunde werden. Auch wenn es diesmal wesentlich besser als 2007/8 ist. Es tut mir Leid. Ich mag die Schlachte, das Schnoor und natürlich das Viertel. Findorff ist ja auch sehr schön und ich möchte umbedingt nochmal in das Schokoladen-Café in der Hemmstr. und Billiard spielen im siffigen Pub an der Ecke (mit Beatles-Poster und mühsam herumgebastelten Gold-Rahmen an der Wand9. Und natürlich habe ich eine tolle WG erwisch..aber dennoch haben wir keine gemeinsame Zukunft. Wir werden uns trennen. Im Sommer. Und es gibt (hoffentlich) kein Zurück. Komm damit klar.






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