Eiszeit

16 11 2009

Überlege gerade schwer, das hier auf Eis zu legen, bis die nächste Reise kommt. Zwar sagt die Statistik, dass ihr immer noch fleißig nachschaut, wenn hier etwas neues steht (was in letzter Zeit selten war, ich weiß), aber es kommt so wenig Feedback…

Wenn ich wieder unterwegs bin, hat der Blog auch einfach die praktische Funktion, dass Freunde und Familie bescheid wissen, wie es mir geht. Sie lesen, was ich unternehme, sehen Bilder und müssen nicht den Umweg über den Familienfunk nehmen.

Momentan allerdings gibt es auch wenig zu berichten. Ich muss nochmal darüber nachdenken.





Interwas?

4 11 2009

Dachte ich mir gerade, als ich kurz geschaut habe, wer wie auf meinem Blog gelandet ist. Und sehe da diese Seite: http://en.bab.la/news/top-100-international-exchange-experience-blogs-2009.html

Da musste ich dochmal kurz gucken. Platz 73 belege ich auf der Liste der „Top 100 international exchanege experience blogs 2009″.

Dazu heißt es. „This particular list is to celebrate all the adventurous, brave and open-minded young people out there who have decided to leave the comforts of home, their families, their native language and their mother’s cooking behind for an international experience. The people writing the blogs below are either high school or university exchange students, young interns working abroad, or people who support these students and interns from behind the scenes.“

Hui. Das pinselt mir gerade schon irgendwie das Bäuchle.





Nachts um drei

4 11 2009

Ist mir gelegentlich langweilig. Daher habe ich aus aktuellem Anlass für J. ein bisschen rumgespielt.

J. in Helsinki

Oh und eine kleine Überarbeitung des Blogrolls (meckert ordentlich in den Kommentaren, wenn ich euch vergessen hab) und anderer kleiner Details gab es auch. Wird auch noch weitergehen, wenn ich etwas mehr Zeit hab.

Edit: Ich bastel weiter. Diesmal hab ich mich an ein Foto gewagt, dass mein Ex-Freund in Helsinki von mir aufgenommen hat:

A. in Helsinki

So, letztes Edit:

Wikinger

Bitte um Kritiken und Anregungen. Sowohl Fotografie als auch die Bearbeitung.





Moin!

4 11 2009

Ja, es wird mal wieder Zeit etwas zu schreiben, was mir natürlich direkt dann auffällt, wenn ich in der Bibliothek sitze und arbeiten sollte. Bis gestern hat das mit der vpn-Verbindung in der Uni ja noch nicht so geklappt. Auf der einen Seite schlecht (keine Recherche, keine E-Mails abrufbar, argh) auf der anderen seite gut (keine Ablenkung, kein Twitter, kein ICQ, FB oder E-Mails). Nun hab ich eigenhändig das Problem gelöst – an dieser Stelle mir bitte obligatorisch auf die Schulter klopfen – und was mache ich? Ich blogge. Und twittere. Und schreibe. Seufz. Schaffe aber trotzdem mehr als zu Hause. Also fertig bloggen und ran an die Arbeit.

Der letzte Monat zusammengefasst in wenigen Worten: Kalt, dunkel und ungemütlich. Also meine Stimmung. Nicht das Wetter. Aber wie beim Wetter gab es auch gelegentlich ein paar Highlights. Das Twabendessen in Bremen gehörte dazu: Witzige Leute, lecker Essen, gutes Bier. Auch das Konzert der Kilians im Modernes war nett, wer immer auf der Suche nach überzeugenden kleinen, lokalen Bands ist, dem empfehle ich „Mapletree“ aus Bremen. Waren die Vorband von den Kilians und haben mich überzeugt. Wobei ich vorher nie so eine wirklich gute Vorgruppe gesehen hab, sie hatten also leichtes Spiel. Ansonsten bestand der Monat darin, Freunde zu treffen (S. und J. haben mich in Bremen besucht, beide habe ich in Helsinki kennengelernt und misse sie gerade täglich), auf Parties zu gehen (Highlights), in jeder Menge Arbeit und gelegentlich auch mal etwas für den Unikram (naja. nech.). Muss ja langsam mal fertig werden mit der Hausarbeit, damit ich endlich ein Thema für die MA-Thesis suchen kann. Inklusive Betreuer. Die natürlich alle pünktlich zu meiner Rückkehr die Uni verlassen haben. Na danke.

Die Mitbewohner und das Zusammenleben mit jenen hat sich als witzig, angenehm und unterhaltsam herausgestellt. Ich werde allerdings WG-Mutti: Morgen koche ich und den kaputten Rock von Mitbewohnerin 1 wollte ich auch noch nähen. Beide halten mich jedoch auch für zynisch und verbittert. Und das nur, weil ich sagte, dass Mitbewohnerin 1 nach einem Jahr ihre Liebschaft aus Lateinamerika vergessen haben wird. So ist halt das Leben, ein Jahr ist lang und er scheint außerdem eh eine neue zu haben, die auch gleich ihren Spitznamen weg hatte. Ist das Realistisch? Oder Zynisch? Gar verbittert? Bin allerdings auch fünf/sechs Jahre älter als Mitbewohnerin 1 und immerhin noch drei Jahre älter als Mitbewohnerin 2. Und ich weiß, dass man mit 18 selten seine große Liebe findet und ein Jahr „zusammen sein“ leider wenig bedeutet. Außer eine schöne Zeit vielleicht. Hoffentlich.

Ansonsten steht nächste Woche das Kettcar-Akustisch-Konzert in den Fliegenden Bauten in Hamburg an. Mit dem Herrn Knurrunkulus, der es hier schon sehr passend beschrieb, geht es also Dienstag in Abendgaderobe los. Ich bin gespannt, aber es kann ja nur gut werden. Außerdem ist er gut geerdet, wird die Selbstschussanlage hacken, und Stacheldrahtzange mitnehmen. Kann kaum was schiefgehen. Notfalls hat er ja noch das Losungswort. Wenn er sich dran erinnert. Gnihihihi.





Bremen, die Zweite

4 10 2009

So, heute also die zweite Nacht in meiner neuen Bleibe in Bremen. Nachdem ich nach der ersten Nacht gleich wieder abgereist bin um das Wochenende in südlicheren Gegenden zu verbringen, habe ich mich heute mutig durch das dunkle Bremen geschlagen um meine Wohnung wiederzufinden. Schon doof, wenn man vorher nicht einmal mit dem Bus vom Hbf nach Hause gefahren ist und daher keine Ahnung hat, wo man eigentlich lang muss.

Dafür ist die WG jetzt komplett und ich durfte auch gleich meine Mitbewohnerin vor einer Spinne retten. Und das mir, die eigentlich selber nicht ganz angstfrei ist *untertreib* allerdings lässt mich alles unter 1 cm Körpergröße nicht den Staubsauger rausholen. Nun gibt es erstmal einen Kakao mit Mintu, der hoffentlich erfolgreich meine aufkommende Erkältung bekämpft. Blöder Regen um 4 Uhr nachts.

So. Und hoffe auch, dass sich das mit dem Risiko gelohnt hat. Mal sehen was das wird…





2…1..Risiko

6 09 2009

„Only those who dare to fail greatly can ever achieve greatly“ sprach Robert F. Kennedy und ich versuche es mir zu Herzen zu nehmen. Nur wer etwas risikiert, riskiert zu scheitern, kann auch im großen Stil gewinnen. Und dennoch frage ich mich: Gehen wir eigentlich noch richtige Risiken ein?

Da denke ich an Freunde und Verwandte die unzufrieden sind im Job und nicht wechseln wollen oder können. Wegen Alter, Familie und Wirtschaftskrise. Andere trauen sich nicht die Wahrheit zu sagen, drucksen herum oder umschreiben es nett, da das Risiko besteht den anderen zu vergraulen. Wir gehen einkaufen im immer gleichen Supermarkt, die selben Produkte, essen das gleiche im Restaurant. Denn das kennen wir ja und so besteht keine Sorge, dass man später unzufrieden ist.

Man sieht andere Menschen ein Risiko eingehen und scheitern. Daran erinnert man sich auch besser als an diejenigen, die es geschafft haben. Denn es kommt uns doch so vor, als würden wir wenig zu gewinnen, aber viel zu verlieren haben.

Ich bin Risiken eingegangen, wenn auch überschaubare. Und bereue es nicht! Und dennoch bin ich jetzt gerade feige. Ich traue mich nicht, das Risiko einzugehen, denn selbst die Tatsache dass es positiv ausgehen könnte, macht mir teilweise Angst.

Ich denke auch an eine Freundin, die nun zwei Wochen in Schweden unterwegs ist. Ohne Campingausrüstung und ohne Übernachtungsmöglichkeit musste sie eine Nacht im Freien verbringen, Couchsurfing betreiben und reist nun durch Schweden, obwohl sie eigentlich Stockholm sehen will. Ein Risiko, ein Abenteuer und eine Herausforderung. Ich beneide sie.

Und ich schaffe es nicht auf eine SMS zu antworten, mich in einen Zug zu setzen und ein Risiko einzugehen, da ich nicht weiß, was mich am anderen Ende erwartet. Statt dessen vergleiche ich Angebote um auch ja das beste Notebook für den Preis zu bekommen. Ich will mich später ja nicht ärgern…

No Risk no Fun? Ich geh dann mal Sachen packen.





Von HP, Bürgerkrieg und Konzerten

16 07 2009

Tja, eigentlich hat sich nichts verändert und es gibt auch gar nichts großartiges zu berichten. Ich arbeite immernoch, habe heute Konzertkarten gekauft über die ich mich wie ein kleines Kind freue und versuche dem ganzen Harry Potter Hype aus dem Weg zu gehen. Ehrlich, ich liebe die Story, die Bücher sind fantastisch und ich mag auch die Filme, aber irgenwie hasse ich den Hype. Ich mag keine Reviews lesen und keine Trailer oder Vorschau sehen. Das liegt vor allem daran, dass ich aus jedem Buch etwas mitnehm, ganz für mich. Für mich ist das ganz privat, wie ich bestimmte Bücher (im allgemeinen, nicht nur die HP-Bücher) lese und wie ich sie empfinde. Und wenn ich dann Trailer oder Berichte darüber sehe, kann ich das überhaut nicht leiden. Ähnliches ging mir letztens als ich den Trailer zu „The Time Traveler’s Wife“ gesehen habe…ein tolles Buch, aber auch bei dieser Geschichte habe ich etwas mitgenommen. Und irgendwie kann ich auch dazu keine Reviews lesen oder Vorabspecials sehen. Versteht mich nicht falsch, ich freu mich auch darauf den Film im Kino zu sehen (abgesehen von der Sorge ob das Buch wirklich gut umgesetzt wurde und das hoffentlich nicht zu einem kitschigen Frauenfilm wird), aber dort im dunkeln ist man wieder für sich. Schwer zu erklären. Ich umgehe auf jeden Fall alle Spcials zu Filmen, bei denen mir die Geschichte sehr am Herzen liegt.

Ansonsten vermeide ich es aktiv an meine bevorstehende Masterthesis zu denken. Sollte einer von euch ein interessantes Thema so im Gebiet International Relations, Humanitäre Intervention, Bürgerkrieg, etc. haben, dann schickt mir das doch mal zu!

Und einen neuen Shopping-Wahn habe ich auch entwickelt. Von Büchern weg zu Konzertkarten. Super!





Überschrift

7 07 2009

Da mir keine geniale, intelligente und tolle Überschrift eingefallen ist heißt sie nun einfach nach dem was sie auch ist. Fünf Wochen bin ich nun wieder zu Hause, habe mir einen netten Nebenjob besorgt, viel Familie und alte Freunde besucht und Dinge getan, die man eben tut, wenn man bald ein Jahr nicht mehr langfristig zu Hause war.

Letztes Wochenende ging es dann nach Oldenburg, einer meiner absoluten Lieblingsstädte. Wenn ich mir dauerhaft eine Stadt zum Leben aussuchen müsste, wäre es Oldenburg. Es ist der perfekte Mix zwischen Groß- und Kleinstadt. Die Menschen sind nett, man kommt fast überall mit dem Fahrrad hin und hat auch alles vor Ort.  Unter anderem auch wirklich gute Freunde wie den Knurrunkulus, den ich dort auch besucht habe. Wir haben auffällige Undercover-Agenten gesehen, Gerüchte in die Welt gesetzt, guten Journalismus gesehen und dort entdeckt dass Ben Affleck das Schauspielern gelernt hat und Russell Crowe gewohnt beeindruckend gut war. Letzteres sollte Herr K. allerdings besser ausführlich in einer seiner tollen Filmkritiken erläutern *hint*. Diesmal ohne Bilder.

Ansonsten besteht das Leben aus Arbeit, dem Aufschieben von Unikram , den Kontakten zu alten Freunden und im Lesen. Gerade: Stieg Larsson – Vergebung. Danach steht dann eines der zahlreichen Neuerwerbungen auf der Liste…oder doch das geschenkte Buch? Hm. Überhaupt habe ich seit ich wieder zu Hause bin für keine Sache mehr Geld ausgegeben als für Bücher. Habe etwa 25 gekauft, drei geschenkt bekommen und bis jetzt gute zehn gelesen. Akutes Suchtverhalten?

Morgen früh raus zur Arbeit, daher ist hier nun Schluss. Arbeite übrigens im Hamburger Freihafen neben der Köhlbrand-Brücke. Gibt es einen tolleren Arbeitsplatz? Ich denke nicht ;) Und gut bezahlt wird er auch noch!





Back Home & Familienzuwachs

2 06 2009

Am Samstag bin ich in Deutschland gelandet und wurde von meiner „kleinen“ Schwester & meinem Dad abgeholt. Mit Plakat und anschließender nachträglicher Geburtstagsfeier zu Hause inklusive der ganzen Familie. Schöner hätte man nicht ankommen können :)

Und dann gibt es da natürlich noch den Famileinzuwachs…sie sind 12 Wochen alt, Geschwister und haben den Schalk im Nacken. Ich darf vorstellen: Ruby und Gizmo.

In den letzten Monaten habe ich sie irgendwie schon mit aufwachsen sehen..über die Webcam. Während der wöchentlichen Gespräche mit meinen Eltern, meiner Schwester und gelegentlich auch dem Rest der Familie wurde mindesten einmal jede Katze in die Kamera gehalten :)

12 Wochen sind sie alt, total verspielt und einfach zum verlieben!





Last Day

29 05 2009

Morgen geht es im Flieger zurück in die Heimat und daher blicke ich nochmal kurz zurück auf die letzten fünf Monate:

- Drei nette Mitbewohnerinnen: Marie aus Frankreich als Zimmernachbarin, Heavy-Metall-Fan, Musikerin und Freundin, Stefania aus Italien, lebendig, gut gelaunt, total verrückt in jeder Art! Und Jessica aus Finland (Aland-Inseln), ruhig, zurückgezogen und immer mit viel Arbeit. :)

- Viele Trips in fünf Länder: Stockholm, Schweden; Moskau+St.Petersburg, Russland; Tallinn, Estland; Riga, Lettland und Wilna, Litauen. Allesamt auf verschiedenste Arten wundervoll!

- 26 Creditpoints in vielen, vielen Kursen die ich besucht habe. Mit verschiedenen Themen aber jedesmal interessant.

- Etwa 14 Paare von denen nach fünf Monaten noch 3-4 bestehen. Schlechte Quote.

- Unzählige Parties, die mal mehr, mal weniger feucht-fröhlich waren aber immer Spaß gemacht haben.

- Einige Stunden and er Deutschen Schule in Helsinki in denen ich nebenbei noch Geld verdient habe.

- Drei wichtige Geburtstage die ich leider verpasst habe. :(

- Viele neue Bekannte, einige tolle und mir sehr wichtig gewordene Freunde…

- Einen tollen Geburstag :)

- Ein kaputter Laptop. Hmpf.

Aber nicht alles lässt sich in Zahlen beschreiben. Ich will nicht sentimental werden, aber einige Erfahrungen hier haben mich schon geprägt. Außerdem habe ich ein Land lieben gelernt, in dem es im Winter ziemlich kalt wird, im Sommer teilweise nicht richtig dunkel wird, in dem der Weihnachtsmann wohnt, Hasen mitten in der Stadt über die Straße hoppeln, in dem auch morgens um 10 betrunkene Leute neben dir in der Metro sitzen…etc. etc. Die Sauna wird mir fehlen, die leise und bedachte Art der Finnen sowie die laute und unbedachte Art der betrunkenen Finnen ebenso.  Die Seen, die Wälder, die Inseln…auf all das freue ich mich, wenn ich wieder mal nach Helsinki/Finland komme.

Um es in Maries Worten zu sagen: „I’m not sad about going home…I’m just sad that I’m not returning back after it.“