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Far far away…

Da mich gerade eine Kehlkopfentzündung außer Gefecht gesetzt hat, nutze ich die Zeit um auch hier mal wieder etwas zu veröffentlichen.
Wie bereits angekündigt, wird hier demnächst wieder mehr Content kommen.

Denn in weniger als fünf Tagen werde ich im Flieger nach Bogotá, Kolumbien sitzen.
Dort werde ich bis Mitte Dezember einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst leisten. Ich werde bei einer Gastfamilie leben (wo lernt man die Sprache besser?) und werde bei einer politischen Stiftung arbeiten. Diese nennt sich „Corporación Nueco Arco Iris“ und beschäftigt sich mit den gewaltsamen, bewaffeten Konflikten in Kolumbien. Noch heute sind in diesem Land, welches zudem die älteste Demokratie Lateinamerikas ist, Guerialliakämpfer der FARC aktiv. Sie finanzieren sich durch den Drogenhandel und vertreiben die ländliche Bevölkerungen in den Grenzgebieten zu Venezuela und Equador. Dies führt dazu, dass Kolumbien mit vier Millionen Binnenvertriebenen weltweit an Nummer Eins steht. Ein trauriger Rekord.
Die Präsidenten Uriebe und Santos (gegenwärtig) setzen zwar vor allem auf die militärische Lösung des FARC-Problems und verkennen dabei die Konfliktursachen, dennoch ist die Sicherheitssituation im Vergleich zu den 90er Jahren wesentlich besser geworden.

Soviel zu Kolumbien. Die letzten Wochen sind dann doch schnell vorbei gegangen und es erscheint unwirklich, dass ich in fünf Tagen bereits im Flieger sitze, ja eigentlich schon angekommen sein werde.

Ich bin also gespannt auf das kommende Jahr und würde mich freuen, wenn ihr mich bei meiner Reise  begleitet. Die Kommentarfunktion steht euch offen um Nachrichten aus der Heimat, Fragen, Meinungen und Anregungen  los zu werden.

Happy New Year

Ein frohes, gesundes und grandioses 2012 euch allen. Egal was 2011 war, 2012 gehört euch: Macht was draus! Ich werds tun.

Ich weiß, aktuell ist es doch sehr ruhig geworden hier. Der letzte Eintrag ist vom April 2011…Asche auf mein Haupt. Allerdings kann ich euch versprechen: 2012 wird hier definitiv viel neuer C0ntent kommen. Der Schauplatz ändert sich, neue Menschen, eine neue Aufgabe und jede Menge (hoffentlich) unterhaltsame, witzige und interessante Stories. Ich freue mich drauf.

Fertig I

Er ist fertig – mein erster Quilt. Zwar schon eine Weile, aber ich kam bis jetzt nicht dazu Fotos hochzuladen, geschweige denn davon zu schreiben.

Quilttop

Quiltrückseite

Alles in allem hat es nun etwa drei-vier Monate gedauert. Wobei ich mit der Maschine genäht, aber per Hand gequiltet habe. Das Muster ist zwar nicht kompliziert, aber sehr zeitaufwändig. Es gefällt mir richtig gut.

Ausschnitt/Quiltmuster

Die Quiltvorlage ist aus dem Buch „Caravan of Quilts: Patchwork- & Quiltdesigns“ von Kaffe Fassett. Die Stoffzusammenstellung ist eher spontan aus Resten entstanden. Da es mein erster Quilt ist, wollte ich nicht gleich teure Patchwork-Stoffe kaufen. Das Buch kann ich übrigens empfehlen, da es auch Tipps für Einsteiger enthält, jedoch Quilts in verschiedenen Schwierigkeitsgraden enthält. Die Stoffe die Fassett verwendet sind wirklich schön…jedoch bin ich eher für Amy Butler zu begeistern. Ich liebe Ihre Stoffarten und die Quiltmuster! Einer meiner nächsten Quilts (ja, das ewige Quilten per Hand hat mich nicht abgeschreckt!) wird nach Amy Butler gemacht.

Früher fand ich Quilts ja eher langweilig und „altbacksch“.  Aber dank der neuen Designer muss das nicht mehr so sein! Und der Gedanke in diesen Quilt gemurmelt bei Regen auf dem Sessel zu sitzen und Tee zu trinken…hach!

Letzten Samstag war Holländischer Stoffmarkt in Hamburg, da dieser nur 2-3 Mal in Hamburg campiert, mussten wir natürlich zuerst dort vorbeischauen. Wurden wir im ersten Jahr noch von der Fülle an Angebot überrannt, hat man inzwischen einen viel differenzierteren Blick für Stoffe und Preise. Dennoch muss man Ellenbogen besitzen und sollte keine Angst vor Menschenmassen haben.

Die Ausbeute war doch ordentlich, wobei ich auch für eine Auftragsarbeit eingekauft habe:


Der grüne und braune Stoff sollen für eine Tasche genutzt werden. Die Blümchen fand ich einfach schön und einen Zeitungs-Stoff wollte ich schon immer haben…

In den London-Stoff habe ich mich sofort verliebt. Mein lautes aufjuchtzen hat dabei im Gang für viel Fröhlichkeit gesorgt. Die beiden FQ sollen für die Tasche genutzt werden, aus dem grauen Jersey möchte ich eine Überziehjacke nähen.

An den Patchwork-Paketen kam ich einfach nicht vorbei. Für Kleinigkeiten sind diese einfach geeignet und ich habe schon ein paar Ideen für kleine Krimskrams-Täschchen aus diesen Stoffen.

Anschließend gab es noch den obligatorischen Tee im DAVID’s CAFE – auf jeden Fall ein unterstützenswertes Projekt. Von dort aus trennten wir uns und zu dritt machten wir uns auf den Weg Richtung Mönckebergstraße um uns der Anti-Atomkraft-Demo anzuschließen. Das einzige was mich geärgert hat war, dass ich meine Kamera zu Hause gelassen hatte. So viele kreative, gut gelaunte Menschen, tolle Transparente, Sonne und Musik. Fazit: Ein rundum gelungener Tag. Allerdings gibt es nun erstmal ein selbst auferlegtes Stoffkaufverbot (ausgenommen einer Kleinigkeit heute Abend)…es muss viel verarbeitet werden. :)

„Got a feeling that I don’t belong
Got a feeling that I shouldn’t be here
Can’t stand another single day
I gotta get away…“

…ist der Widerstand erwacht. Auch in Buxtehude findet jeden Montag zwischen 18:00 und 18:30 Uhr  auf dem Petriplatz eine Mahnwache unter dem Motto „Fukushima ist überall – Atomausstieg jetzt!“ statt. Am 21.03 hat der Grüne Ortsverband dazu aufgerufen und gleichzeitig eine Begleitung durch japanische Taiko-Trommeln organisiert. Ich war schon überrascht, dass sich in Stade, Buxtehude und Harsefeld über 550 Menschen zusammenfanden. Heute Abend geht es weiter und ich hoffe auf eine noch größere Beteiligung…wir sehen uns am Petriplatz!

Weitere Informationen findet ihr immer hier.

Bei dieser Dame habe ich es das erste Mal gesehen  und versuch mich nun auch daran. Einfach weil es bestimmt witzig ist, später irgendwann alle anzusehen, die man so geschrieben hat und es dafür sorgt, dass  man zumindest Freitags immer etwas zu posten hat.

1.  Eigentlich wäre es schön,  bald mal den Master und nen Job zu haben .

2.  Es ärgert mich, wenn behauptet wird, die Aufregung um Guttenbergs Diss sei lächerlich.

3.  Gestern abend  war ich auf einer Geburtstagsfeier mir sehr gedrückter Stimmung.

4.   Warum sind die besten Freunde eigentlich immer so weit weg.

5.  Ich könnte niemals für die Bild-Zeitung schreiben .

6.   Ich koche so gern….mir wäre ganz langweilig, wenn ich einen eigenen Koch hätte.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf gutes Essen, Kamin und Quilting , morgen habe ich einen Besuch bei Ikea geplant und Sonntag möchte ich noch ein paar Bewerbungen fertig machen !

Die ganze Aktion findet ihr hier.

Suo ergo sum

Da bin ich eben. Einmal kurz Zigaretten holen und schon ist man ein Jährchen weg. Sowas.

Was ist derweil passiert? Die Masterthesis ist schon eine Weile abgegeben (der Hauptgrund, warum ich hier durch Abwesenheit glänzte) und wartet auf Bewertung. Danach, natürlich, erstmal krank geworden, Reisen, Weihnachten, Freunde besuchen, usw. usf. Aktuelle Aufgabe: Bewerbungen.

Ansonsten habe ich ein neues Hobby für mich entdeckt, welches hier nun neben der Fotografie vermehrt vertreten sein wird. Das Nähen. Angefangen hat es mit einer geplanten Hochzeit 2009, welche mittelalterlich angehaucht sein sollte. Idee: Wir verkleiden uns und machen halt eins dieser nervigen Spielchen, welche bei dem Brautpaar immer so unglaublich beliebt sind. Mittelalterkleider sind nur leider unheimlich teuer, besonders wenn man mehrere Personen ausstatten muss. Kurz überlegt und zu dem Schluss gekommen, dass das doch eigentlich leicht nachzumachen sein muss. Gesagt, getan: Für den Preis, das wir für ein Kleid gezahlt hätten haben wir drei selbst genäht ( je Über- und Unterkleid), zwei Umhänge und Barrets. Seitdem bin ich infiziert. Bis jetzt habe ich hauptsächlich Taschen und Kleinkram genäht. Gerade sitze ich an meinem ersten Quilt und als nächstes kommt ein Abendkleid dran, nachdem hier ein Ufo-Rock rumliegt. Fotos der letzten Werke habe ich bei flickr mit dem jeweiligen Verweis der Schnittmusterquelle hochgeladen. Eine Auftragsarbeit kam auch schon rein. Nun warte ich nur noch auf eine kleine Nichte, der ich wunderbare Kindersachen nähen kann. Leider ist die Schwester aktuell von dem Plan nicht so begeistert (sie ist der Meinung mit um die 20 Kindern täglich hätte sie genug – sie ist Erzieherin).

Da kann ich irgendwie nicht widersprechen. Aber ein bisschen träumen darf erlaubt sein. Das war es erstmal wieder von mir.

Erledigt

Sie hat mich wieder mal erwischt, die Gastritis. Seit einer Woche nun kämpfe ich gegen meinen Magen an. Dank neu entdeckten Medikaments endlich ohne große Schmerzen. Dafür hat der Magen aufgerüstet: Rückfälle. Auch mal was neues.

Dennoch vermisse ich gerade ganz schrecklich folgende Dinge:

- Belegtes Brötchen der Cafeteria am Morgen

- Saft

- Kaffee/Cappucchino/Latte Macchiato

- Richtige leckeres Essen (ich zähle eine Woche lang Basmatireis mit gekochtem Gemüse, Kartoffelpüree mit gekochtem Gemüse und Brezeln nicht dazu)

- Obst mit mehr Fruchtsäuregehalt als eine Banane

- Fleisch

- Schokolade

Was ich nicht mehr sehen kann:

- Kamillentee

- Kartoffelpüree

- Cola

- Gemuste Bananen (bäh)

- Brezeln (!)

- Zwieback

Habe mich inzwischen zur inoffiziellen Expertin im magenschonendem Kochen entwickelt, immerhin kann ich mit bald 10 Jahren Erfahrung „angeben“. Aber wenn der Magen wieder fit ist…habe ich definitiv schonmal eine Liste mit Dingen, die eingekauft werden müssen!

Becksland

Manche Dinge verlieren besonders dann, wenn man das positive Gegenstück dazu trifft. Mein aktuelles Beispiel: Bremen und Oldenburg. In Oldenburg hab ich drei grandiose Jahre verbracht…vielleicht die beste Zeit bis jetzt. Und natürlich würde es heute nicht dasselbe sein, wenn ich wieder hinziehen würde. Die Menschen fehlen, kein Katerfrühstück in der Mensa nach dem dienstäglichen Saufgelage in der Pinte (Becks 80 Cent) mit eben diesen Freunden, die auch alle weggezogen sind. Die Menschen machen doch die Orte zu dem, was wir mit ihnen verbinden.

Am Sonntag bin ich also nach den Feiertagen in der Heimat wieder nach Bremen. Das Gefühl war eher resignierendes Hinnehmen. Wobei ein Teil auch her wollte, denn natürlich ist es in der WG ganz wunderbar und es gibt auch genug Arbeit hier momentan. Anschließend haben wir noch Freunde in Oldenburg besucht. Und alleine die Namen auf den Autobahnschildern „Wechloy“, „Kreyenbrück“, „Donnerschwee“ und dieses wohlig warme Gefühl kommt sofort wieder. Ich liebe diese Stadt einfach. Die vielen kleinen Kneipen, Bars und Diskotheken in der Innenstadt, den Lambertimarkt im Winter, den kleinen Campus und die alte Mensa.

Als ich anschließend in Bremen blieb…hab ich erneut gemerkt, dass ich wir keine Freunde werden. Auch wenn es diesmal wesentlich besser als 2007/8 ist. Es tut mir Leid. Ich mag die Schlachte, das Schnoor und natürlich das Viertel. Findorff ist ja auch sehr schön und ich möchte umbedingt nochmal in das Schokoladen-Café in der Hemmstr. und Billiard spielen im siffigen Pub an der Ecke (mit Beatles-Poster  und mühsam herumgebastelten Gold-Rahmen an der Wand9. Und natürlich habe ich eine tolle WG erwisch..aber dennoch haben wir keine gemeinsame Zukunft. Wir werden uns trennen. Im Sommer. Und es gibt (hoffentlich) kein Zurück. Komm damit klar.

Frohes Fest!

Nun bin ich schon seit Samstag in der Heimat, organisiere, kaufe und packe Geschenke ein und streichel Katzenbäuche. Weihnachten ist für die Familie da, ich liebes es nach Hause zu kommen, den Weihnachtsbaum zu schmücken (der dieses Jahr aufgrund der Katzen leider ausfällt), lange Gespräche mit meiner Schwester oder meinen Eltern zu führen und den Rest der Familie auf einen Fleck zu sehen. Dieses Jahr hat sie „offiziell“ noch etwas Zuwachs bekommen und ich freue mich drauf.

Auf Silvester jedoch freue ich mich irgendwie eher nicht. Auch wenn ich mich teilweise freue, dass dieses Jahr endlich rum ist, war es doch auch ein sehr schönes, welches ich mit tollen Menschen in einem tollen Land verbringen durfte. Nun könnte ein Jahresrückblick folgen, aber ich habe absolut keine Lust darauf, von daher verzichte ich. Es gibt also eigentlich nur Gründe zu feiern: Das alte Jahr rum, ein neues, viel versprechendes vor der Tür. 2010… ich habe meinen Arbeitsvertrag verlängert, eine tolle WG, nette Menschen in Bremen, werde mein Studium beenden und hoffentlich Ende des Jahres wieder das Land verlassen. Alles Dinge, auf die ich mich freue. Vor dem 31. graut es mir dennoch. „Wie kann das ein gutes Jahr werden, wenn man nicht reinfeiert“, fragt mich eine Freundin und versucht mich zu überzeugen. Nun, mal sehen was sich noch ergibt. Ich würde einfach gerne weit weg.

Erstmal aber freue ich mich auf ein schönes Weihnachtsfest mit meiner unkomplizierten, lieben Family. Ich möchte euch, den lieben (und auch den nicht so lieben) Lesern und Blogger-Kollegen, daher schöne Feiertage mit viel Schnee, lecker Essen und viel Harmonie in der Familie wünschen! Wir sehen uns im neuen Jahr :)

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