Allie's Welt

Es lebt sich besser zwischen den Zeilen.

Essen in Kolumbien I – Über Lulo, Feijoa und Guanabana

2 Kommentare

So, nun will ich die Umfrageergebnisse mal nutzen und etwas zum kolumbianischen Essen schreiben. Auch der Forderung nach neuen Fotos werde ich damit gerecht. Allerdings leider nicht mit meiner liebsten Kamera, sondern mit der kleinen portablen Schwester.

Das wohl Auffallendste und Beste am kolumbianischen Essen sind die Früchte: Hier gibt es Obstarten von denen wir in Deutschland noch nie gehört haben, so z.B. Guanabana, Feijoa, Lulo oder Guayaba.
Am vergangenen Donnerstag habe ich mit meinen beide schwedischen Arbeitskolleginnen auf einem lokalen Markt die kolumbianische Obst- und Gemüsevielfalt erkundet. Hier gibt es beispielsweise ein Pfund Erdbeeren für umgerechnet etwa 60 Cent. Und die sind nicht so rot aufgebläht und wasserhaltig wie die deutschen Erdbeeren es oftmals sind. Süß, fruchtig und einfach echt schmecken die hier.

Diese langen Früchte die oben am Stand hängen und wie Würste aussehen sind übrigens eine Mischzüchtung aus Papaya und Mango. Sehr lecker, auch für Leute, die eigentlich keine Papaya mögen zu empfehlen. Die stinken einfach nach alten Füßen.

Rechts unten das lila-farbende sind Mangostina (die werden aufgebrochen und dann sind innen weiße Kammern, die man isst), links unten seht ihr Lulo, eine Frucht die etwas an Maracuja erinnert und hier vor allem für Saft verwendet wird. In der Mitte unten ist eine Frucht die Grenadilla heißt. Dadrüber sind die aufgeschnittenen Papaya-Mango-Züchtungen. Darüber links die Sternfrucht und die grünen Früchte daneben sind Feijoa (wird ebenfalls vor allem für Saft verwendet). Hier wird übrigens aus allem Saft gemacht, auch aus Mandarinen, Mango, Lulo und Erdbeeren.

Einfach einmalig sind die wunderbaren Fruchtsäfte hier. Diese werden oft direkt vor einem zubereitet und schmecken einfach göttlich. Wer möchte kann die Gesellen da oben als Sonderbeigabe bestellen. Ich habe drauf verzichtet.

Guanabana. Eine Frucht aus der hier hauptsächlich Saft gemacht wird…man kann sie auch essen, das ist aber etwas gewöhnungsbedürftig, da schleimig und an Miesmuschelinneres erinnernd.

Orangen. Gibt es hier auch in 10-Kilo-Säcken. Und an jeder Straße steht mindestens ein Stand, der Obstbecher oder Fruchtsäfte verkauft. Unheimlich lecker und günstig. Die Früchte sind häufig noch grün und schmecken trotzdem unheimlich süß und lecker.

So sah dann unser Mittasgspicknick aus. Der linke Teller besteht aus der Mango-Papaya-Züchtung (organe Stücke), Guayaba (das rosa-farbende Stück), Lulo (organe Viertel mit grünem Inneren) und Mangostina (die weißen Stücke die aussehen wie Knoblauchzehen).
Rechts ist eine Nektarine, weiter Stücke der Guayaba, Erdbeeren, Lulo (die orangenen Früchte)  und Minipflaumen.

Meine Kolleginnen und ich im Park neben der Arbeit. Dort haben zur gleichen Zeit übrigens einige Schüler Sportunterricht gehabt, komischer Sport hier. Und bevor sich wieder jemand über den schiefen Horizont beschwert: Das war Absicht, so!

Das war sicher nicht mein einziger Beitrag zu Früchten und Obst in Kolumbien. Das nächste Mal schreibe ich dann mehr zu anderen Essgewohnheiten der Kolumbiener. Zum Beispiel darüber, dass es zu allem Reis gibt (auch zu Pasta), dass generell alles ordentlich in Öl zubereitet wird, was eigentlich genau Arequipe ist und ob das schmeckt.

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Autor: allieswelt

Heute: Mehr oder weniger verrückter Mensch mit einem starkem Hang zu guten Büchern, Theater, Musik und Fotografie. Hamburgerin. Schwester. Kaffeesüchtig. Freundin. Liebt den Sturm und den Drang des Lebens. Als ich anfing: Studentin, liebt Bilder, liest und schreibt gerne, interessiert sich für Krieg und Frieden. Hasst die Bremer Uni-Verwaltung und mag inzwischen Kaffe.

2 Kommentare zu “Essen in Kolumbien I – Über Lulo, Feijoa und Guanabana

  1. Hallo 🙂 Toller Blogartikel! Bin schon gespannt auf den nächsten Beitrag über die aneren Essgewohnheiten der Kolumbianer! Das es zu allem Reis gibt kann ich nur bestätigen; hier in Peru ist es übrigens genau so. Auch Reis und dazu eine Portion Kartoffelbrei ist absolut üblich.
    Wie gesagt; freue mich schon auf den nächsten Artikel! Viele Grüsse aus Peru. Marc

  2. Wow, diese üppig bunten Marktbilder sind klasse. Da bin ich schon ein bisschen neidisch, und kann mir vorstellen, was für eine Geschmacksexplosion diese Früchte auslösen. Bei dieser Mischung aus Papaya und Mango hätte ich übrigens eher auf Mettwurst getippt. 🙂
    Schöner Blogartikel, mehr davon!!

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