Allie's Welt

Es lebt sich besser zwischen den Zeilen.


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On the road again – Introduction

Wie einige schon mitbekommen haben, war ich die letzten zwei (eigentlich drei) Wochen auf Reisen. Zuerst ging es zum MidstayCamp..ein Treffen aller deutschen Freiwilligen mit denen ich hergekommen bin zu unserer Halbzeit, also nach etwa 5-6 Monaten. Halbzeit…die Zeit rennt nur so!

Danach ging es nur für einen Tag zurück nach Bogotá, bevor ich mit der wunderbaren Anisja und der wunderbaren Patricia (beides deutsche Freiwillige aus Bogotá) zusammen an die Karibikküste geflogen bin. Unsere Route: Bogotà – Barranquilla – Santa Marta – Ciudas Perdida/La Guajira – Taganga – Tayrona – Cartagena – Islas de Rosario (Playa Blanca) – Barranquilla – Bogotá.

Den Reisebericht werde ich nutzen um zwei Forderungen eurerseits nachzukommen:
– „Du schreibst zu wenig!“ – Das werde ich hiermit und den folgenden Beiträgen ändern. Denn da ich ausführlich von den atemberaubenden Plätzen an der kolumbianischen Karibikküste berichten möchte, werde ich nicht nur einen Beitrag zur Reise schreiben, sondern mehrere zu den verschiedenen Stationen. Ich dachte da an einen Beitrag zum ersten Teil der Reise, also zur Ciudad Perdida, einen zweiten zu Taganga/Tayrona und einen dritten zu Cartagena/Islas de Rosario.

– „Wir wollen mehr Fotos sehen!“ – Auch davon werdet ihr reichlich zu sehen bekommen! Ich übernehme aber keine Verantwortung für eventuelles Fernweh.
Also los geht’s.

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Me gusta colombiana…

Letzte Woche fand endlich ein in Bogotá heiß ersehntes Event statt: Das Gratiskonzert von Manu Chao.

Wem Manu Chao nichts sagt…er ist ein französischer Sänger, der eine besondere Bindung zu Lateinamerika und Kolumbien hat. Mitte der 90er ist er bereits in einem umgebauten Künstlerzug durch Kolumbien gereist und hat mit seiner Band Mano Negra und anderen Künstlern auf die fehlenden Bahnverbindungen aufmerksam gemacht (hierzu gibt es ein Buch „Der Zug aus Eis und Feuer“, geschrieben von seinem Vater, der diese Reise dokumentiert…wunderbar zu lesen!). Besonders in Lateinamerika ist er unheimlich bekannt und geliebt. Mit seiner Musik im Reggae-Stil macht er durch politische Texte auf viele Missstände aufmerksam und verbreitet immer eine Botschaft in seinen Texten.

Als ich dann mitbekommen habe dass er wieder nach Kolumbien kommt…im April…nach Bogotá und dann auch noch gratis auf dem Plaza Simon Bolivar spielt…naja, keine Frage, dass wir da hin mussten. Zuerst war eine ganze Weile unklar wie wir da reinkommen, ob die Karten verlost werden oder es einfach heißt: Früh da sein und die ersten 25.000 kommen hinein. Zum Schluss war es letzteres. Trotzdem waren wir, als wir entspannt um 12 Uhr am Einlass ankamen rechtzeitig da. Um 15 Uhr sollte das Konzert beginnen und nach vier Vorbands sollte dann gegen 19 Uhr Manu Chao starten.

Zum Glück war es der einzige sonnige Tag der Woche und es wurde angenehm warm. Durch die Menschenmassen wurde es bei Zeiten jedoch auch absolut eng, gedrängt und stickig. Dazu beigetragen haben auch die Rauchschwaden die über den Plaza waberten…produziert von vielen vielen Menschen die einfach mal direkt neben der Polizei und den Ordnungskräften laufend gekifft haben. Witzig, dass ich meinen Gürtel am Eingang abgeben musste, aber anscheinend jeder Gras reinschmuggeln konnte.

Um 19:30 Uhr war es dann endlich soweit und Manu kam auf die Bühne. Die Masse der Kolumbianer kannte jedes Wort und es wurde lautstark mitgesungen…es war unheimlich interessant zu sehen, welchen Einfluss Manu Chao auf die Menschen hatte.
Leider kam es auch zu den obligatorischen gewaltsamen Auseinandersetzungen, welche durch die Polzei rasch und zum Unwillen Manus auch nicht ganz sanft beendet wurden.
Nach Ende des Konzertes und einigen Zugaben (er hat sich ordentlich feiern lassen und kam endlos oft zurück auf die Bühne), sind wir dann auch vor Ende des Konzertes aufgebrochen um vor der Masse der Menschen nach Hause zu kommen. Da ich mit dem Transmilenio gefahren bin, war das auch eine ganz gute Idee. Ein einfach wunderbarer, anstrengender, toller Tag.

Aus Sicherheitsgründen hatte ich nur die kleine Kompaktkamera mit…daher entschuldigt bitte die schlechte Fotoqualität.

Me gustas colombiana…me gustas tu!

Und hier nochmal bewegte Bilder, die allerdings nicht von mir stammen:


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Überschrift

Da mir keine geniale, intelligente und tolle Überschrift eingefallen ist heißt sie nun einfach nach dem was sie auch ist. Fünf Wochen bin ich nun wieder zu Hause, habe mir einen netten Nebenjob besorgt, viel Familie und alte Freunde besucht und Dinge getan, die man eben tut, wenn man bald ein Jahr nicht mehr langfristig zu Hause war.

Letztes Wochenende ging es dann nach Oldenburg, einer meiner absoluten Lieblingsstädte. Wenn ich mir dauerhaft eine Stadt zum Leben aussuchen müsste, wäre es Oldenburg. Es ist der perfekte Mix zwischen Groß- und Kleinstadt. Die Menschen sind nett, man kommt fast überall mit dem Fahrrad hin und hat auch alles vor Ort.  Unter anderem auch wirklich gute Freunde wie den Knurrunkulus, den ich dort auch besucht habe. Wir haben auffällige Undercover-Agenten gesehen, Gerüchte in die Welt gesetzt, guten Journalismus gesehen und dort entdeckt dass Ben Affleck das Schauspielern gelernt hat und Russell Crowe gewohnt beeindruckend gut war. Letzteres sollte Herr K. allerdings besser ausführlich in einer seiner tollen Filmkritiken erläutern *hint*. Diesmal ohne Bilder.

Ansonsten besteht das Leben aus Arbeit, dem Aufschieben von Unikram , den Kontakten zu alten Freunden und im Lesen. Gerade: Stieg Larsson – Vergebung. Danach steht dann eines der zahlreichen Neuerwerbungen auf der Liste…oder doch das geschenkte Buch? Hm. Überhaupt habe ich seit ich wieder zu Hause bin für keine Sache mehr Geld ausgegeben als für Bücher. Habe etwa 25 gekauft, drei geschenkt bekommen und bis jetzt gute zehn gelesen. Akutes Suchtverhalten?

Morgen früh raus zur Arbeit, daher ist hier nun Schluss. Arbeite übrigens im Hamburger Freihafen neben der Köhlbrand-Brücke. Gibt es einen tolleren Arbeitsplatz? Ich denke nicht 😉 Und gut bezahlt wird er auch noch!


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Oh…nochwas

fast vergessen. Ich hab da ja zu hören bekommen, dass es schwer den Anschein macht, dass ich hier nur feier 😉 (Gruß nach Maschen!)

Leider ist das nicht so. Erasmus möchte gerne dass ich mindestens Veranstaltungen im Umfang von 20 Credit Points  besuche (eine Veranstaltung kann zwischen 2 und 6 CP geben, je nach der Leistung die erbracht werden muss). Ich habe jetzt Examen für  24 Cps besucht. Habe allerdings insgesamt Veranstaltungen im Rahmen von über 40 Cps besucht. Daher habe ich hier mehr gemacht als die meisten Austauschstudenten, auch wenn ich nicht immer ein Exam mitgeschrieben hab, bzw. teilweise noch nicht. Eine Klausur wartet am 28. noch auf mich (toll, mein Geburstag) und ich könnte noch zwei weitere Essays schreiben damit ich auf 34 Cps Leistungen komme. Allerdings brauche ich für meinen Master noch genau 5 Cps, die ich schon habe. Nun die Frage: Mache ich den Rest auch noch, trotz der drei Arbeiten die ich noch für die Bremer Uni schreiben muss? Und dem Erfahrungsbericht?

Von daher war das Erasmus-Semester kein Party-Semester für mich. Ich wollte hier so viel wie möglich machen und mitnehmen, lernen und besuchen. Das hab ich auch getan.

Puh, das sind eine ganze Menge Zahlen 😉


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Back im Studentenleben

So langsam kommt die Routine: Die meisten Kurse haben diese Woche angefangen…endlich. Heute stand auch gleich die erste Kursarbeit an (Lecture Assignments, 2 mal die Woche). Es ist doch anstrengend – abgesehen vom Finnischkurs. Ich war mir nicht sicher, ob ich den „Continuation Course“ besuchen kann, da ich ja schon einen Finnischkurs in Deutschland besucht habe. Beim ersten Treffen hat sich jedoch herausgestellt, dass der Kurs auf einem ziemlich hohen Niveau anfängt. Also hatte ich heute dann meine erste Stunde im „Basic Course“ und wir haben die Zahlen gelernt…super. Das ganze nochmal mit der Hoffnung, dass ich am Ende etwas lerne, was ich noch nicht in Deutschland hatte (da wir in FIN zwei x zwei Stunden die Woche haben).

Ansonsten habe ich gestern meine finnische Tandemparterin gefunden. Das Treffen war…außergewöhnlich…der deutsche Lehrer, der das Tandemprogramm organisierte hatte etwas von einem Gamemaster. Auf jeden Fall darf ich mich nun 24 x 45 min mit Inka treffen und versuche dabei meine groben Finnischkenntnisse zu verfeinern, worauf ich mich freue: Endlich Kontakt zu einer Finnin..und dazu noch zu einer netten! 🙂 Ich werde auf jeden Fall in Deutschland weiter Finnisch lernen.

Und vielleicht komme ich auch dazu, hier in Finnland etwas Deutsch zu lehren. Heute habe ich mit einem Mit-Exchange-Studenten die verschiedenen Arbeitsmöglichkeiten abgeklappert: Deutsche Schule, deutsche Kirchengemeinde, deutsches Spracheninstitut der Uni, Goethe-Institut in Helsinki und die deutsche Botschaft. Eine deutsche Bibliothek gibt es hier auch. Vielleicht findet sich ja etwas..bis jetzt haben wir nichts handfestes, nur die Aufforderung E-Mails zu schicken oder gleich eine Absage, dass es keine Jobs gibt. Aber etwas ehrenamtliche Arbeit. Und das ist doch auch etwas. Vieleicht biete ich meine Babysitterkünste für deutschsprechende Familien an. Das macht meine französische Mitbewohnerin auch nebenbei. Und es bringt einen kleinen Nebenverdienst.

Am Wochenende werd ich hoffentlich wieder mal zum Fotografieren kommen. Dann gibt es hier auch ein paar weitere Bilder. Vielleicht auch mit Schnee. Letzte Nacht sind gute 10cm gefallen, die mich heute morgen überrascht haben und der Wetterdienst zeigt an, dass es die nächsten Tage so bleibt. Schnee ist zwar wirklich toll hier, hat aber auch seine Nachteile: Der Schneeräumdienst ist schnell, aber nicht effektiv. Zumindest fü die Fußgängerzonen, denn dort wird der Schnee nur so plattgefahren, dass er spiegelglatt ist und man sich wesentlich eher hinlegt, als mit Schnee.

Soweit seid ihr denke ich, erstmal auf dem aktuellsten Stand. Heute war ein langer, harter Tag. Ich bin im Bett. Nacht!

PS: Fast vergessen! Wir haben hier mitten im Wohngebiet Hasen! Hätte ich irgedwie nie erwartet.


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Hyvää Päivää Helsinki!

So, das neue Notebook ist angekommen und ich kann endlich einen ordentlichen Einträg über die erste Woche in Helsinki schreiben. Der Abschied von Merlin und meiner Familie (außer meiner Schwester, die hat geschlafen 😉 )war – wie erwartet – nicht einfach. Dafür hat überraschenderweise der Pick-Up-Service einwandfrei funktioniert. Zwar war ich erst etwas erschrocken, als ich das Haus und die Umgebung gesehen habe, in der ich die nächsten fünf Monate wohnen sollte, dafür war die Überraschung dann um so größer, als ich in der Haustür stand. Kalt, weiß und unpersönlich hatte ich die Wohnung erwartet…aber es war bunt, warm und ich wurde gleich unheimlich nett von zwei Französinnen emfangen. Eine sollte sich als meine neue Mitbewohnerin herausstellen, die andere als eine Freundin meiner Mitbewohnerin. Die ersten Tage war ich beschäftigt mit Auspacken, Sight seeing und anschließend natürlich die Orientation Courses in der ersten Woche. Im Gegensatz zu Deutschland muss man hier noch eine Menge organisieren, wenn man studieren will: Erasmus-Card, eine Student-Card (für die Studentenrabatte), die TravelCard (leider kein Semesterticket hier), Registration für die Stadt Helsinki, usw.

Dann kam leider auch schon der Horror: Mein Laptop schmorte durch und mein Handy funktioniert nicht mit der finnischen Karte. Klasse…und dabei hatte ich mich schon gefreut, dass das Internet in meinem Zimmer klappt und ich mal nicht die Arschkarte gezogen habe. Nun also doch. Dank der schnellen Reaktion meiner Eltern hab ich jedoch jetzt ein vorrübergehend Ersatznotebook hier…und ein Handy, mit dem ich auch hier telefonieren kann, ohne mich zu verschulden ^^.

Erasmus ist auf jeden Fall ein Erlebnis. Die erste Woche bestand nur aus Party…und dem lernen viiieler neuer Namen (natürlich hab ich die Meisten wieder vergessen). Für die nächsten fünf Monate hab ich auch eine neue kleine Schwester – meine italienische Mitbewohnerin (Stefania). Überhaupt sind hier erschreckend viele Italiener…ob überhaupt noch welche in Italien übrig sind? Mit Stefania und zwei deutschen Austauschstudenten hat sich auch gleich die erste kleine Kerngruppe herausgebildet. Zusammen waren wir organisieren, einkaufen und haben die Inseln vor Helsinki (Suomelinna) besucht. Hier ein paar Eindrücke für euch:

Mehr könnt ihr natürlich wie immer (und auch in Zukunft) auf Flickr sehen.

Oh und ich bin jetzt in Facebook vertreten und bin ebenfalls in Skype anwesend. Wer also Kontakt aufnehmen will: Bitteschön 🙂

Mehr über die Finnen und ihre Lebensweise das nächste Mal.


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Schneeflöckchen…

Tiggers Kommentar hat mich so motiviert, vor dem 11. Dezember noch einen Post zu schreiben, dass ich dies gleich mal tue 🙂 Kannst du das nicht vielleicht jede Woche so 2-3 Mal machen?

Momentan gehts alles drunter und drüber. Viel Arbeit im Zentrum, aber auch die macht Spaß, die Mitarbeiter sind immernoch super nett und eigentlich würd ich gerne hierbleiben. Meine tolle Mitbewohnerin macht es mir wirklich schwer zu gehen.

Aber die Vorbereitungen für Helsinki gehen voran, ich hab endlich ein Zimmer zugewiesen bekommen und der Flug wird bald gebucht.

So und nun wartet Glühwein, Tatort und meine Mitbewohnerin.

Oh, und wenn noch einmal jemand Hannover als häßlich bezeichnet, dann muss ich meckern: Die Stadt hat so schöne Weihnachtsmärkte und ist wunderschön geschmückt mit viiiielen Weihnachtslichtern. Ich liebe diese Zeit.