Allie's Welt

Es lebt sich besser zwischen den Zeilen.


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Neustart

Neues Design, neue Stadt, neues Jahr, neuer Start.
Knapp ein halbes Jahr wohne und arbeite ich nun in der schönsten Stadt Deutschlands (wenn auch nicht der Welt).  Nachdem 2013 eher durchwachsen war und auch 2014 mit Enttäuschungen begann, kann es nur besser werden.

Ein Endlosprojekt wird sicherlich meine Wohnung werden. Das nomadenhafte Umziehen in den letzten zehn Jahren war zwar genau mein Ding, allerdings habe ich in der Zeit verlernt mir Räume wohnlich zu machen. Wozu auch, wenn man doch ein einem (halben) Jahr wieder wegzieht und das eh nur eine Zwischenmiete ist? Nun aber soll Hamburg etwas länger Wohnort sein und ein Zuhause werden. Und mit der wunderbaren Routine und der regionalen Verbundenheit bleibt dann auch mehr Zeit für andere Dinge. Sport zum Beispiel oder bloggen.

Daher werdet ihr hier nun wieder mehr von mir hören.
Über das Leben hier in Hamburg.

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Hasta luego

So ihr lieben, da ich ab Donnerstag auf Reisen sein und daher auch knapp vier Wochen lang kein regelmäßiges Internet haben werde, möchte ich meine Wünsche an euch zum Jahresende bereits jetzt los werden.

Ich wünsche euch allen, egal wo ihr gerade seid, wunderbare Weihnachten mit euren Liebsten und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Ich hoffe dass alle eure Wünsche in Erfüllung gehen mögen. Nehmt euch Zeit für die wichtigen Dinge im Leben und genießt ein paar freie Tage.

Felix, Jeimy, Patricia und Camilo möchte ich besonders viel Liebe und Durchhaltevermögen für das neue Jahr wünschen! Wir halten zusammen und werden das schaffen!

Ich werde mich jetzt auf den Weg nach Ecuador machen, mit meiner halben Orange, wie man so schön in Kolumbien sagt (also der Deckel zum Topf). Mit Rucksack und ohne Plan einfach mal das Land erkunden, Weihnachten zu zweit im Zelt verbringen und gemeinsam an der Pazifikküste ins neue Jahr feiern. Ich freue mich auf die Zeit, auch wenn ich eines ganz sicher weiß: Es wird sich nicht wie Weihnachten anfühlen. Weihnachten, das ist für mich die Zeit mit der Familie, Geschenke besorgen und herstellen, Freunde treffen, Glühwein, Weihnachtsmarkt und am 24. Dezember alle zusammen an einem großen Tisch sitzen und den Abend verbringen. Ohne meine Familie  ist es nicht Weihnachten, da helfen auch noch so viele Lichterketten nicht.

Ich denke an euch! Ihr seid im Herzen bei mir.


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On the road again – Part 2: Taganga und der Nationalpark Tayrona

Nachdem wir aus der Ciudad Perdida Tour zurück in Santa Marta angekommen sind, ging es gleich im Anschluss weiter nach Taganga, einem kleinen Fischerdorf bei Santa Marta. Für günstige 7.000 Pesos wurden wir von dem Taxi und mit unseren Einkäufen (denn in Taganga gibt es nur kleine Läden und da wir im Anschluss weiter nach Tayrona wollten, mussten wir vorsorgen) direkt vor unserem Hostel „Casa de Maria“ abgesetzt.
Am Abend musste erstmal dringend so einige Wäsche gewaschen werden, da wir wohl sonst nie in einen Bus gelassen worden wären…nasse Wäsche durch ein Tropengewitter wird im Rucksack eben nicht besser. Totmüde wurde das letzte Video gedreht und dann ging es auch früh ins Bett. Der nächste Tag startete mit einer kleinen Erkundungstour durch Taganga und einer kleinen Wanderung zum Playa Grande der in der nächsten Bucht liegt. Dieser hat uns leider durch zu viel Ballermann-Feeling enttäuscht, weswegen wir gleich weiter zur nächsten kleinen Bucht schwimmen und schnorcheln gegangen sind.

Da die Fünftageswanderung zur Ciudad Perdida durchaus ihre Spuren hinterlassen hatte, wurden wir auch an diesem Abend nicht alt. Am nächsten Tag ging es dann direkt morgens weiter nach Santa Marta um unsere Lebensmittel- und Wasservorräte aufzufüllen, da wir noch an diesem Tag in den Tayrona Nationalpark wollten, dessen Eingang etwa eine Stunde Busfahrt von Santa Marta entfernt liegt.
Schwer (wirklich schwer!!!) bepackt mit unseren Rucksäcken und viel Wasser und Lebensmitteln ging es dann im Bus (in dem wir eine deutsche Mitreisende von der Ciudad Perdida-Tour wiedertrafen) vom Markt in Santa Marta los zum Eingang des Parkes.

Ausländer ohne permanente Aufenthaltserlaubnis in Kolumbien müssen für den Park 35.000 Pesos Eintritt zahlen, Kolumbianer deutlich weniger…aber da das Geld angeblich – und hoffentlich – in den Erhalt des Parks investiert wird, machte uns das auch nicht viel aus. Kurz kam Panik auf, als unsere Bekannte meinte dass gerne mal die Rucksäcke nach Alkohol und Drogen durchsucht werden. Nein…denkt jetzt nichts falsches von uns…wir wollten uns nur den Traum eines Cocktails am Karibikstrand erfüllen und hatten daher eine Flasche Rum tief in meinem Rucksack versteckt. Zum Glück war die Polizei am Eingang uns jedoch freundlich gesinnt und wir durften ohne weitere Probleme den Eingang passieren und unsere schweren Rucksäcke auf den kleinen Collectivo (Bus) bugsieren, der uns für günstige 2.000 Pesos (weniger als ein Euro) etwa zehn Minuten Fahrtweg in den Park bringen sollte. Ab dem Punkt wo der Bus hält fahren keine Fahrzeuge mehr…man läuft…oder reitet auf einem Mula. Zwar hätten wir unser Gepäck von diesem für 16.000 Pesos bis nach Arrecifes bringen lassen können, aber wie schon bei der Ciudad Perdida Tour hielt uns unser Ehrgeiz davon ab. Zumindest zwei von uns und Anisja würde sich auf dem Weg bis zur Finca Don Pedro, wo wir übernachten würden, noch oft darüber beschweren, dass wir die acht Euro nicht einfach investiert haben.

Nach etwa 1,5 Stunden (die Rucksäcke waren wirklich, wirklich schwer…) erreichten wir dann völlig geschafft und müde unsere Herberge. Die Finca Don Pedro, relativ in der Mitte der Nordküste des Parkes. Zwar etwas abseits gelegen und man muss einen etwa 20 minütigen Fußmarsch bis zum nächsten Badestrand zurücklegen, aber dafür auch ruhig, friedlich, weitläufig und einfach wunderschön.
Mitten zwischen Kokusnusspalmen, bei denen man immer aufpassen musste, dass einem keine frische Kokusnuss auf den Kopf fällt und diesen dadurch wahrscheinlich eher spalten würde als die Kokusnuss sich selbst, war unser kleine Hütte mit den Hängematten die für günstige 8.000 Pesos die Nacht unser Schlafplatz für die kommenden drei Nächste werden würde.

Schnell eine Hängematte reserviert und die Rucksäcke verstaut, den Bikini an und schon waren wir auf dem Weg zum Strand, den wir noch rechtzeitig vorm Sonnenuntergang besuchen wollten. Im Park muss man besonders aufpassen…denn wenn die Sonne hier um sechs Uhr untergeht ist es um 6:30 p.m. bereits stockdunkel. Nach einigen Stunden am Strand fanden wir wirklich eine Ecke in der wir ins Wasser gehen konnten. Direkt bei Arrecifes sind die Strömungen nämlich zu stark und viele Hinweisschilder verweisen darauf, dass man sich doch bitte nicht den über einhundert bereits hier Ertrunkenen anschließen solle.

Mit einem wunderschönen Sonnenuntergang im Rücken gingen wir dann wieder zurück ins Hostel und machten uns daran, uns ein Abendessen über einer Feuerstelle zu zaubern. Ich glaube es war Reis mit Tomaten und Karotten. Oder Nudeln mit Tomaten und Karotten. So oder so stand am Ende dieser Tage im Tayronapark fest: In Cartagena würde es keine Karotten mehr geben!

Am zweiten Tag im Park wollten Anisja und ich ihn schon wieder verlassen. Wir hatten von einem netten Fischerdorf etwas weiter östlich namens „Palomino“ gehört, welches wir uns gerne ansehen würden, nicht ohne die Hoffnung dort vielleicht auch schöne Mochilas kaufen zu können. Patricia wollte sich in der Zeit das Pueblito, ein Indianerdorf im Tayronapark ansehen, wofür sie gute drei Stunden Wanderung auf sich nehmen müsste. Da wir solche Dörfer auf dem Weg zur Ciudad Perdida des öfteren gesehen hatten, teilte sich für diesen Tag unsere Gruppe auf. Und wir würden die Gelegenheit bekommen unsere Wasservorräte aufzufüllen.
Ein Problem gab es jedoch: Wir waren uns nicht sicher, ob wir den Park einfach so würden verlassen können. Nach der Wanderung zurück zum Eingang sind wir mit dem Collectivo zurück gefahren und hatten die Schranke schneller passiert, als wir Bescheid sagen konnten, dass wir heute gerne noch wieder zurück in den Park wollten. Also wieder zurück zum Kassenhäuschen und gefragt…zum Glück hatte ich unseren Kassenzettel dabei, den brauchten wir nämlich. Es ist zwar möglich den Park zu verlassen, jedoch nur für den Tag, die Nacht muss man wieder im Park verbringen, welcher um 5 p.m. die Tore schließt. Das passte uns jedoch gut in den Zeitplan und daher sind wir mit einem Bus für 5.000 Pesos nach Palomino gefahren.

Auch hier war der Weg mit dem Bus an der Küste wirklich wunderschön und auch wenn man denken würde, dass die Einheimischen an der Küste Touristen deutlich eher gewohnt sind als in Bogotá…waren wir anscheinend dennoch unheimlich interessant.
In Palomino angekommen die erste Ernüchterung: Von malerischem Fischerdorf keine Spur. Eher war der Ort eine Ansammlung von kleinen Häusern und Hütten direkt an der Hauptstraße…auch von Mochilas kein Zeichen.
Nun, zum Glück hatten wir uns doch noch entschieden die halbe Stunde zum Strand zu laufen, denn dieser war einfach atembraubend! Kokusnusspalmen direkt am Strand, umgedrehte kleine Fischerbote, Einsamkeit pur und weißer Sand machten den Karibikstrand perfekt. Palomino gehörte definitiv zu einem meiner Lieblingsstrände an der Küste…es war einfach wunderschön.

Nach einigen Stunden am Strand haben wir dann auch bald nach einigen Einkäufen den Rückweg angetreten. Hier hat sich eine der für mich nettesten Begegnungen ergeben…ein riesiger Reisebus hat uns aufgegabelt und wollte uns bis zum Eingang des Tayronaparks mitnehmen. Der Busfahrer schickte erstmal kurzerhand seinen Kumpanen nach hinten, so dass Anisja und ich vorne im Bus mitfahren und uns mit dem Busfahrer unterhalten konnten. Eine Stunde voller netter Gespräche, verschiedener Ansichten, Musik, Tanz und der Einladung doch um ein Uhr heute Nacht mit nach Rihoacha zu kommen, waren wir dann wieder am Eingang angekommen. Geld wollte der nette Busfahrer am Ende auch keines haben. Und auf uns warteten…natürlich…wieder der Collectivo…und…die Stunde Fußweg. Zum Schluss jedoch gab es nach dem Abendessen noch den heiß ersehnten Cocktail am Karibikstrand. Unterm Sternenhimmel mit tierischer Begleitung (Krokodil!).

Am nächsten Tag wollten wir endlich mal den Karibikstrand pur genießen und den Tag zusammen damit verbringen, alle Buchten bis hoch zum Cabo San Juan abzulaufen. Das Cabo ist der westlichste Ort im Park und hier befinden sich definitiv die meisten Besucher. Doch schon das Frühstück begann außergewöhnlich: Nachdem eine Kokusnuss mich fast erschlagen hatte (ich übertreibe nur geringfügig), wollte ich gerne Rache für die Attacke üben. Also sammelten wir noch eine zweite Nuss ein und fragten Don Pedro (den älteren Herrn, den die Finca gehört), ob er uns beim öffnen behilflich sein könnte. Er konnte. Mit einem Werkzeug dass wie eine riesige Heckenschere aussah hat er erst die grüne Hülle der Kokusnuss geöffnet und anschließend mit seiner Machete die Nuss für uns so gekonnt geöffnet, dass wir zum Frühstück sowohl die Milch, als auch das Kokusnussfleisch genießen konnten. Nunja…wenigstens zwei von uns…Anisja mag keine Kokusnuss, wie sich schnell herausstellte. Noch dazu gab es das wohl leckerste, frisch gebackenste Schokobrot, dass ich je gegessen habe. Direkt neben unserer Hängemattenhütte gebacken konnten wir es uns nicht verkneifen, uns jeden Tag eines dieser leckeren Brote zu gönnen.

Danach ging es dann wieder zum Strand „Las Piscinas“, dem nächstgelegenen Badestrand von Arrecifes aus. Dort verbrachten wir einige entspannte Stunden unter einer Palme, Kokusnuss essend, badend, schnorchelnd…sonnenverbrannt. Anschließend sind wir noch hoch zum Cabo gewandert, fanden jedoch, dass wir richtig entschieden hatten, den Großteil des Tages am Las Piscinas zu verbringen. Mit dem Sonnenuntergang im Rücken ging es dann zurück in die Finca.

Am kommenden Tag ging es dann nach einem langsamen Start auch wieder inklusive Gepäck auf dem Weg zum Eingang. Unser nächstes Ziel: Cartagena!


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On the road again – Part 1: La Ciudad Perdida

Vorab: Entschuldigt die Länge des Eintrages. Mir wurde schon gesagt, dass ich dazu neige zu lange Artikel zu schreiben. Aber diese Erfahrung will ich definitiv mit euch teilen. Hier wird ja aber auch keiner gezwungen weiterzulesen, wenn er gelangweilt ist.

Am 1. Juli ging es direkt morgens früh los mit dem Flieger von Bogotá nach Barranquilla. Wofür man mit dem Bus kanpp 24 Stunden (dank der Anden und den Straßen) braucht, legt man fliegend in knapp 50 Minuten zurück. In diesen 50 Minuten ändern sich aber die Höhenverhältnisse von 2600 Meter auf Küstenhöhe. Das heißt vor allem dass sich die Temperaturen verändern. Kaum aus dem Flugzeug ausgestiegen traf uns der Schlag…über 30 Grad und Sonne statt bewölkte 15 Grad und Regen in Bogotá.

Vom Barranquilla Flughafen ging es mit dem Taxi zum Terminal, von dem aus die Busse in alle Richtungen des Landes fahren. Da Barranquilla nicht wirklich die schönste Stadt an der Küste ist und wir schon öfter gehört haben, dass es dort nicht viel zu sehen gibt, sind wir direkt weiter mit dem Bus für günstige 10.000 Pesos (etwa 5 Euro) nach Santa Marta gefahren. Zum Glück hatte ich schon gehört, dass die Busse gerne arg klimatisier sind…der Fließpulli hat mir doch sehr geholfen.
In Santa Marta angekommen haben wir erstmal unser Hostel gesucht (La Brisa Loca) und sind danach gleich wieder los um unseren Trip zur Ciudad Perdida zu organisieren. Dort kommt man nämlich nur auf Einladung der dort lebenden Indigenen oder über spezielle Unternehmen hin, die en Trip organisieren. Dazu aber später mehr. Nach einigem hin und her hatten wir uns entschlossen die Tour mit Magictours zu machen. Am nächsten Tag sollte es los gehen. Wichtig war vor allem: Leichtes Gepäck. Mit meinem großen Trekkingrucksack (65 Liter) wäre das doch sehr anstrengend geworden. Also mussten wir erstmal unsere Sachen umpacken und haben uns auf den kleinen Rucksack von Anisja beschränkt. Patricia, unsere andere Mitreisende würde die Tour nicht mitmachen und in der Zeit mit anderen Freunden die La Guajira besuchen und die Küste in Richtung Venezuela abfahren.

Eine kurze Erklärung, was die Ciudad Perdida eigentlich ist. Übersetzt heißt es „die verlorene Stadt“ (der indigene Name ist Teyuna) und sie ist die zweitgrößte wiederentdeckte präkolumbische Stadt neben Machu Picchu. Sie umfasst etwa 200 Steinterrassen, welche zwischen 700-1300 vom indigenen Volk der Tairona erbaut wurde. Als die Spanier Kolumbien eroberten und bevölkerten, musste sich dieses indigene Volk aufgrund der sich seuchenartig ausbreitenden Krankheiten immer weiter in die Berge zurückziehen. Die Stadt liegt auf etwa 900-1.200 Metern Höhe mitten im Nationalpark „Sierra Nevada“. Zwar gibt es einen Hubschrauberlandeplatz (da das Militär dieses Gebiet von den FARC-Guerillas sichern muss), jedoch kann die Stadt eigentlich nur über eine dreitägige Wanderung durch die Sierra Nevada erreicht werden. Der Rückweg beträgt dann zwei Tage, was die Tour insgesamt auf fünf Tage streckt.

Wie schon erwähnt kann man nur auf persönliche Einladung der dort lebenden Indigenen den Weg zur Ciudad Perdida begehen, oder man bucht eine Tour über verschiedene Anbieter, die dies, sowie die Unterkunft, Verpflegung, etc. organisieren. Dies kostet bei jedem Anbieter das gleiche, 600.000 Pesos (etwa 280 Euro). Unsere Truppe bestand insgesamt aus etwa 16 Personen, darunter waren so ziemlich alle Nationen vertreten…von Amerikanern über Briten, einem Holländer, einem Neuseeländer, eine Französin, eine Venezolanerin, eine Kolumbianerin, insgesamt drei Deutschen und und und.

Tag 1:

Wir trafen uns also am Montag um 8 Uhr und sind in zwei Jeeps von Santa Marta aus an der Küste entlang zum „Eingang“ der Stadt gefahren. Der Eingang bestand aus einem abenteuerlichen Pfad in die Berge, die der Jeep dermaßen rumpelnd zurücklegte, dass ich erstmal seekrank wurde. Nach etwa einer Stunde mit leichter Übelkeit kamen wir endlich an unserem Ziel an, einer Hütte an der es Mittagessen geben sollte. Noch kurz mit Sonnencreme eingeschmiert und nach der Stärkung ging es zu Fuß los…die Tour begann.

Und gleich mussten wir einen Fluss überqueren, den ersten von vielen, und bei jedem habe ich meine Trekkingsandalen gefeier und nur gehofft dass ich nicht den Abgang ins Wasser mache und meine liebe Spiegelreflex dem Tode weihe. Danach ging es eigentlich nur bergauf. Der erste Tag und der letzte Tag seien die schwersten, so unsere beiden Guides, die uns heil zur Stadt begleiten sollten. Jeden Tag würden wir um die fünf Stunden wandern. Und jeden Tag würden wir im Fluss in natürlichen „Pools“ baden können. Den ersten hatten wir auch schnell erreicht, nach etwa 20 Minuten Wanderung. Nach einer erfrischenden Abkühlung ging es dann erst richtig los…ein 600 Meter Anstieg wartete…für mich als Flachlandgeschöpf das nur den Deich kennt bei 30 Grad und knallender Sonne doch eine Erfahrung. Zudem war mein ganzer Organismus durch die arg starken Antibiotika der vorherigen Woche noch sehr geschwächt…was mich auf dem Gipfel des Berges erstmal fast umgehauen hätte. Aber durch reichlich Wasser und eine kleine Pause ging es dann doch.
Zum Glück hatten wir unsere Sachen in einem Rucksack organisiert, so konnten wir uns abwechseln. Aber eben so schnell hat sich herausgestellt, dass man doch viele unnötige Dinge mitgeschleppt hat. Warum ich auf die Idee kam mitten im Dschungel Handyempfang zu haben und beide Handys sowie das Ladekabel mitschleppte ist mir heute noch unklar. Ebenso warum ich davon ausging, dass es Möglichkeiten geben würde die Kameraakkus aufzuladen. Auch so einige Klamotten hätte man sich schenken können, denn in den kommenden Tagen würden wir doch irgendwie immer wieder auf die gleichen Hosen und T-Shirts zurückgreifen.

Gegen 13 Uhr kamen wir dann also erschöpft aber glücklich im ersten Camp an. Diese Nacht sollten wir in Hängematten schlafen. Das erste Ziel: Die Duschen! Und tatsächlich, eiskalt, aber erfrischend konnten wir uns den Schweiß abwaschen…nur um danach wieder zu schwitzen. Mein größten Respekt für die Guides und die weitere Staff…die sich gleich daran machten ein Mittagessen zu zaubern. Der Nachmittag verging zu schnell und nach dem Abendessen ging es völlig erschöpft um 10 Uhr ins Bett.

Am ersten Tag haben wir auch damit angefangen ein Videotagebuch zu führen. Jeden Abend, egal wie müde, haben wir uns aufgerafft und einen kurzen Abriss des Tages von uns gegeben. Wenn die Videos geschnitten und bearbeitet sind, werden die den Artikel noch ergänzen.

Das Highlight dieses Tages: Der Skorpion in der Dusche, Reisetagebucheinträge bei Kerzenlicht, die erste Nacht in der Hägematte.

Tag2:

Der Tag Zwei begann vor allem früh. Gegen 5:30 Uhr gab es Frühstück: Eier. Ich hatte seit etwa einem Monaten darauf verzichtet Eier zu frühstücken. Hierzu den kurzen Exkurs, dass ich in Deutschland vielleicht 10 Eier im Jahr frühstücke. Ich mag sie auch nicht so besonders. Hier in Kolumbien gibt es jeden Tag zwei Eier zum Frühstück. Nach etwa vier Monaten mit Eiern konnte ich sie einfach nicht mehr sehen und habe beschlossen keine Eier mehr zu frühstücken. Also gab es für mich Toast und Früchte.
Danach hieß es schnell Sachen packen und um 6:30 Uhr haben wir das Camp verlassen. Nach einem entspannten Anfang wartete ein sehr steiler 30minütiger Anstieg auf uns, den wir auch mit vielen Pausen voller Elan meisterten. Oben angekommen gab es Orangen zur Stärkung, bevor wir entspannt eine ganze Weile bergab gehen konnten. Schon hier konnte man sehen wie sich das Klima und die Vegetation veränderte. Wer sich während der Tour nicht die Zeit nimmt die unglaubliche Natur zu bewundern, sollte diesen Trip nicht machen. Denn uns war schon von Anfang an klar: Der Weg ist das Ziel!

Am Zwischenstopp angekommen gab es Wassermelone (der arme Träger der diese die ganze Zeit getragen hat! Zwar hatten wir Maultiere die Lebensmittel, etc getragen haben, aber spätestens ab Camp 2 konnten diese nicht weiter mitgehen und die Zwischenverpflegungen hatten immer die Guides dabei). Und anschließend konnten wir eine kleine Schwimmpause im Fluss einlegen, welcher mit jedem Tag etwas kälter wurde. Alleine dieser war beeindruckend…zwischen Lianen die von Bäumen hingen glizerte es im Wasser immer goldend auf, was einem den Mythos von El Dorado gar nicht so unwirklich erscheinen ließ.

An diesem Tag trafen wir auch auf das erste indigene Dorf der Kogi-Indianer, die noch heute annähernd so leben wie vor hunderten von Jahren. Wenn nicht jeden Tag Touristen auf dem Weg zur verlorenen Stadt wären, wären sie ungestört. Kein Wunder, dass sie die Existenz der Stadt bis 1947 geheim halten konnten. Da wurde sie entdeckt, geplündert und anschließend zum Marihuanaanbau genutzt, bevor sie archäologisch aufgearbeitet wurde. Der früher für die Kogi heilige Platz wird von ihnen heute gemieden. Obwohl der Tourismus in keinster Weise mit z.B. Maccu Picchu zu vergleichen ist, hat mir dies doch zu denken gegeben.

Im Camp zwei angekommen würden wir diese Nacht in Betten verbringen, natürlich nicht ohne das unverzichtbare Moskitonetz. Nach netten Gesprächen, einem abendlichen, tropischen Regenschauer und gutem Essen (wie konnten die das nur mittem im Dschungel zaubern?), ging es wieder früh ins Bett.

Highlights des Tages: Die böse große Spinne die der Guide direkt in mein Gesicht hielt (!!!), das Probieren frischer Kokablätter, mein unerklärlicher Energieschub am Abend, bei dem die anderen Reisenden nur die Köpfe schüttelten.

Tag 3:

Auch heute hieß es wieder früh aufstehen. Und hier konnten wir das erste Phänomen des sich wandelnden Klimas bemerken: Sachen die abends zum trocknen aufgehängt wurden, waren nicht trocken und würden es die nächsten zwei Tage auch nicht mehr werden. Ein kurzes Frühstück – Eier!! Und anschließend ging es los…hier fühlte ich mich zum ersten Mal wirklich auf dem Weg zur verlorenen Stadt. Der Weg änderte sich vom Trampelpfad zu einem kaum erkennbaren Weg zwischen den Bäumen, 30 Metern über dem Fluss ohne jegliche Absicherung. Der Weg ab diesem Tag hätte sicherlich keine europäischen Sicherheitsstandards erfüllt. Am nettesten war noch das gelbe „Peligro“(Gefahr!)-Flatterband dass an zwei Stellen angebracht war, wo es steil nach unten ging. Von etwa 50 die wir an diesem Tag passieren sollten. Meine leichte Höhenangst wurde da schon arg auf die Probe gestellt. Und natürlich…mussten wir auch eine Hängebrücke passieren. Allerdings immernoch besser als der Korb mit dem die Touristen vorher auf das andere Ende gezogen wurden. Denn dabei ist schon jemand ums Leben gekommen. Einer von zwei Toten und einigen Verletzen, die wie wir auf dem Weg zur verlorenen Stadt waren.

Anschließend ging es, wieder mal, bergauf. Oben angekommen gab es die besten Bananen die ich je essen durfte…ich glaube die Palme von der diese gepflückt wurden habe ich sogar noch vor Ort gesehen. Danach ging es abwechslungsreich bergauf, bergab durch den Dschungel, vorbei an ausgehölten riesigen Bäumen, witzigen Insekten, unbekannten Pflanzen, einigen Soldaten und Wasserfällen hinunter zum Fluss, den wir wieder einmal passieren mussten. Danach wurde der Weg noch abenteuerlicher…bis wir im Camp drei ankamen.

Auch hier warteten Betten auf uns, außerdem wie in fast jedem Camp ganz herzzerreißende Katzen die meine Katzenfrauseite zum Vorschein brachte…dass die liebe Anisja nicht die Flucht ergriff ist mir heute noch unbegreiflich. Außerdem gab es einen wunderbaren Wasserfall direkt neben dem Camp und natürlich wieder die Möglichkeit zu baden. Zwar hatten wir eigentlich vor die Stadt heute noch zu sehen, jedoch machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, denn bereits um 13 Uhr fing es oben an zu regnen und Auf- sowie Abstieg bei Regen sind ziemlich gefährlich.

Highlight des Tages: Popkorn im Dschungel (!!!), einem kolumbianischen Guide Rommé beibringen, die Geschichte zur Stadt und der Indigenen, die Rolle als Teilübersetzerin, die herzzereißende kleine Katze mit einem fehlenden Bein die ich sofort adoptiert hätte wenn möglich.

Tag 4:

Heute. Endlich. Die Ciudad Perdida. Erneut ging es (viel zu) früh los. 5:30 Uhr war als Startzeit gesetzt. Nur die nötigsten Sachen würden wir mitnehmen (Sonnencreme, Anti-Mücken-Mittel, Kamera und Wasser…und für mich natürlich noch das Häkelschwein, mein treuer Begleiter in diesem Jahr). Und nach kurzem Weg und erneuter Flussüberquerung kamen wir am Anfang der Stadt an. 1.200 Steinstufen trennten uns nun noch vom Ziel der Reise. Aber genau die hatten es in sich, rutschig, ohne eine Möglichkeit sich festzuhalten, ging es nochmal 300 Meter in die Höhe.

Oben angekommen hatten wir sie endlich erreicht. Die ersten Terrassen waren noch im Wald versteckt, man musste sie fast erahnen. Aber das fazinierende Lichtspiel hat eine ganz besondere Atmosphäre geschaffen. Und ehe man sicht versieht tritt man aus dem Wald auf die freien, großen Steinterrassen die das ehemalige Zentrum der Stadt bildete in der zu seiner Hochzeit bis zu 8.000 Indigene lebten. Vielleicht muss man ein klein bisschen Geschichtsfreak sein oder einfach einen Sinn dafür haben, aber für mich war der Anblick einfach Wahnsinn. Nicht nur die Natur, die Vögel und Tierwelt, die aufsteigende Feuchtigkeit aus den Bäumen die sich zu Wolken formierte aus denen sich die Berge rund um die Stadt erhoben oder der Wasserfall waren wunderschön, auch die Steinterrassen haben mich fasziniert. Vielleicht verfalle ich zu viel der Schwämerei, aber für mich war es definitiv einer der schönsten Orte, die ich je sehen durfte.

Nach etwa zwei Stunden ging es dann bergab. Und an einer der Terrassen konnten wir eine ziemlich große, ziemlich lange Schlange beobachten. Als unser Guide dazukam, hat er uns gleich erstmal einen Schritt zurücktreten lassen, da sie dazu noch ziemlich giftig sein sollte. Und als ich ein Foto machen wollte…passierte es natürlich…mein Häkelschwein, treuer Begleiter auf allen Reisen, fiel herunter, direkt neben die Schlange. Ich hatte ihn schon für verloren erklärt und dachte mir…immerhin hat er eine schöne Ruhestätte…hier oben. Da fragt unser Guide uns, ob wir alle Fotos haben, nimmt Steine und verscheucht die Schlange ins Gebüsch. Nur ob sie einen Meter oder 10 weg ist, das konnte keiner wissen. Trotzdem ist er ganz heldenhaft heruntergesprungen und hat das Schwein gerettet.

Nach einem kurzen Besuch am „Jungbrunnen“ machten wir uns wieder an den Abstieg, 1200 Stufen herab. Camp drei passierten wir, es gab ein kleines Mittagessen und wir machten uns auf den Weg zu Camp zwei, vielleicht sogar noch Camp eins. Auf halbem Weg find es jedoch an wie aus Kübeln zu gießen. Inklusive Blitz und Donner befanden wir uns also in einem netten kleinen Tropengewitter. Der Pfad war kaum noch zu erahnen und Bäche bildeten sich, die den ganzen Boden aufweichten. Zwischenzeitlich war es schon nicht ganz ungefährlich und der ein oder andere von uns ist ausgerutscht, jedoch zum Glück nicht abgestürzt (was ebenso leicht möglich gewesen wäre).

Im Camp zwei angekommen war klar, dass wir bei dem Wetter nicht weiter gehen konnten. Also würden wir die Nacht hier verbringen und am nächsten Tag die Strecke der ersten beiden Tage an einem zurücklegen.

Die Highlights des Tages: Natürlich die Stadt, die Rettungs des Häkelschweins, Wandern im Regen, die Freundin im Glück.

Tag 5:

Früh raus, sehr früh raus…wie die Tage zuvor. Auf uns sollten etwa 13 km Marsch warten, denn heute würden wir zurück nach Santa Marta kommen. Wieder veränderte sich die Vegetation merklich, es wurde laufend wärmer, schwüler und drückender. Und dann dachte man irgendwie, man wäre ja die ersten zwei Tage nur bergauf gegangen, deswegen würde es nun nur bergab gehen. Falsch gedacht, 1:20 h Anstieg straften diesen Gedanken Lügen. Allerdings wartete danach nur noch ein erneuter Anstieg von 20 Minuten bei brennender Sonne, bevor es 2-3 Stunden nur bergab gehen würde. Das jedoch ging ordentlich auf die Gelenke. Zum Schluss noch kurz im Fluss gebadet und dann waren wir auch schon wieder in unserer Starthütte, wo es wieder Mittagessen gab. Alle waren einfach nur müde, geschafft und völlig fertig. Unsere Gruppe hatte sich während des Weges getrennt, da einige wesentlich schneller waren und früher in Santa Marta sein wollten. Wir waren also so gegen 14 Uhr zurück in der Hütte und gegen 16 Uhr dann endlich wieder in Santa Marta.

Abschließende Gedanken: Dieser Trip war definitiv sein Geld wert und wie bereits gesagt, eine der tollsten Dinge, die ich bis jetzt machen durfte. Man muss jedoch einen Sinn für Geschichte und Natur haben und man sollte auch auf Wandern stehen. Überraschenderweise hat es mir wirklich gefallen. Noch dazu die Herausforderungen an die eigene Kondition und (teilweise) an Ängste. Jeder der überlegt diese Tour zu machen sei gesagt: Ihr braucht gute Schuhe, genügend Insektenschutzmittel, Sonnencreme und defninitiv nicht zu viele Klamotten. Aber es lohnt sich. Ich hoffe die Fotos können euch annähernd etwas von der Atmosphäre vermitteln.


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On the road again – Introduction

Wie einige schon mitbekommen haben, war ich die letzten zwei (eigentlich drei) Wochen auf Reisen. Zuerst ging es zum MidstayCamp..ein Treffen aller deutschen Freiwilligen mit denen ich hergekommen bin zu unserer Halbzeit, also nach etwa 5-6 Monaten. Halbzeit…die Zeit rennt nur so!

Danach ging es nur für einen Tag zurück nach Bogotá, bevor ich mit der wunderbaren Anisja und der wunderbaren Patricia (beides deutsche Freiwillige aus Bogotá) zusammen an die Karibikküste geflogen bin. Unsere Route: Bogotà – Barranquilla – Santa Marta – Ciudas Perdida/La Guajira – Taganga – Tayrona – Cartagena – Islas de Rosario (Playa Blanca) – Barranquilla – Bogotá.

Den Reisebericht werde ich nutzen um zwei Forderungen eurerseits nachzukommen:
– „Du schreibst zu wenig!“ – Das werde ich hiermit und den folgenden Beiträgen ändern. Denn da ich ausführlich von den atemberaubenden Plätzen an der kolumbianischen Karibikküste berichten möchte, werde ich nicht nur einen Beitrag zur Reise schreiben, sondern mehrere zu den verschiedenen Stationen. Ich dachte da an einen Beitrag zum ersten Teil der Reise, also zur Ciudad Perdida, einen zweiten zu Taganga/Tayrona und einen dritten zu Cartagena/Islas de Rosario.

– „Wir wollen mehr Fotos sehen!“ – Auch davon werdet ihr reichlich zu sehen bekommen! Ich übernehme aber keine Verantwortung für eventuelles Fernweh.
Also los geht’s.


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Lebenszeichen

Herrje, nun hat mich auch das Schicksal vieler Freiwilliger ereilt, die einfach irgendwann im Alltagsstress aufhören zu schreiben. „Disculpas mil“ wie mein Chef sagen würde. Allerdings habe ich den besten Grund, den es geben kann für diese Abwesenheit. Jede freie Minute verbringe ich, wenn möglich, mit einer mir hier sehr wichtig gewordenen Person. Dank dieser sehe ich neue Seiten Bogotás, treffe neue Menschen, werde von Kolumbianern über Deutschland, Glaube und Familienplanung ausgefragt. Das erste Thema ist dabei noch das „ungefährlichste“. Ach ja…und eine wundervolle Zeit habe ich auch noch so nebenbei. Trotz dem ein oder anderen Problem geht es mir hier sehr gut, ich bin glücklich und genieße jeden Tag!

Ein kurzer Rückblick: In den letzten Wochen war ich u.a. für einige Tage mit meiner Gastfamilie in Melgar, einem Ferienort etwa zwei Stunden von Bogotá entfernt. Da dieser gleichzeitig auch 2.000 Meter tiefer liegt, war es dort entsprechend warm (etwa 30 Grad). Anlass war, dass uns Matthew und Katryn (die Gastgeschwister meiner Gastschwester als diese vor 6 Jahren in den USA war) besucht haben. In diesen zehn Tagen haben wir außerdem viel Sight-Seeing absolviert und viel Zeit mit der Familie verbracht.

Nachdem die beiden dann am 27. Mai wieder in die USA geflogen sind, stand noch ein weiteres Ereignis an…das jährliche feiern, dass wieder ein Jahr dem Alter hinzugekommen ist. Das ganze lief aus verschiedenen Gründen etwas holprig ab, war jedoch im Endeffekt ganz schön. Gefeiert wurde mit der Gastfamilie bei einem Italiener und mit meinen deutschen und kolumbianischen Freunden in einer Salsa-Bar. Dafür ein dickes Danke an meine deutsche „Familie“ hier in Bogotá, die einfach wunderbar zusammenhält und füreinander da ist!

Seitdem standen vor allem Arbeit und der Spanischkurs an der Universität Nacional auf dem Plan. Besonders interessant war dabei die Einheit zum Bildungssystem in Kolumbien. Bei Zeiten (vielleicht noch diese Woche?) werde ich auch dazu noch einen Beitrag schreiben. Wie schon in Helsinki bemerke ich hier (noch sehr viel mehr), wie glücklich wir uns schätzen können. Und ich habe großen Respekt vor dem, was viele Stundenten hier leisten.

Leider muss ich auch jetzt gleich schon ankündigen, dass hier die nächsten vier Wochen eher Stille herrschen wird. Das liegt daran, dass wir diese Woche Spanisch-Examen haben, anschließend das AFS-MidstayCamp stattfindet und es gleich danach mit zwei weiteren Freiwilligen für einen zweiwöchigen Rundtrip an die Karibikküste Kolumbiens geht. Auf dem Plan stehen: Santa Marta, ein Fünftagesmarsch zur Ciudad Perdida, der Nationalpark Tayrona, das Fischerdorf  Taganga, die wunderschöne Stadt Cartagena, die davor gelagerten karibischen Islas de Rosario und der schönste Strand der Karibik der Playa Blanca. Dafür verspreche ich für die Zeit danach viele Fotos, ausführliche Reiseberichte und natürlich weitere Beiträge über alles, was euch interessiert und mich beschäftigt.

Ich muss dann auch mal wieder los…ich werde erwartet 😉